Landesgartenschau Öhringen 2016. Der Limes blüht auf in Hohenlohe

Innerstädtischer Lebensraum mit Atmosphäre

Die Planungen im Öhringer Hofgarten sollen die 300 Jahre alte Gartenanlage durch Sanierungsmaßnahmen für die nächsten Generationen fit machen. Der zentral gelegene historische Park soll in seinen Grundzügen und Strukturen – natürlich auch im Baumbestand – gesichert und weiterentwickelt werden. Die Planentwürfe entsprechen dem konservatorischen Konzept der Denkmalpflege. Auch die Belange des Natur- und Artenschutzes werden beachtet. 

Ein Generationengarten zum Verweilen

Platz für Jung und Alt im Generationengarten

Der westliche Bereich des Hofgartens war ursprünglich als Küchengarten der Fürstenfamilie angelegt. Zwischen zwei flankierenden Fischteichen erstreckten sich großzügige Anbauflächen. Als der Hofgarten in der 1960er Jahren in städtischen Besitz überging, wurde der Garten zurückgebaut und der heutige Spielplatz angelegt. Bei schönem Wetter ist der Spielplatz inzwischen zu klein und bietet zu wenig Sitzgelegenheiten. Eltern und Kinder sind hier dicht gedrängt, während die Flächen der Allmand außerhalb von Veranstaltungen recht wenig genutzt werden. Die Planung zur Gartenschau will dieses Ungleichgewicht entzerren. Parallel zum neuen Spielplatz auf der Allmand ist im Bereich des ehemaligen Küchengartens ein Bürgergarten als Ort der Ruhe und des Genießens geplant.  

 

Ein Treffpunkt mit Angeboten für alle Generationen: Unter dem Schatten der vorhandenen Flügelnussbäume finden sich ein Wassergarten, Blumenbeete, Sitzebenen aus Holz und ein neuer Spielplatz für Kleinkinder. 

Alleen mit Weitblick

Neu angelegte Alleen im Hofgarten

Der Baumbestand des historischen Hofgartens ist teilweise stark überaltert, so dass mittelfristig Abgänge bereits geschädigter Exemplare zu erwarten sind. In den beiden Alleen seitlich des Rasenparterres stehen Altbäume neben jüngeren Nachpflanzungen, die sich nicht so recht entwickeln können. Ein durchgängiger Alleecharakter kann sich langfristig nicht einstellen.

 

Mit der Gartenschau bietet sich die Chance, die Alleen neu aufzubauen. Die Wege werden dabei gegenüber dem Rasenparterre leicht erhöht und verbreitert. Im Schatten der säulenförmigen Bäume bietet sich hier ein schöner Ausblick auf die Schmuckbeete des Rasenparterres.

Lebensräume im Tiergehege

Das Tiergehege für eine artgerechte Haltung

Der Hofgarten wurde in den 1970er Jahren mit einem Tiergehege ausgestattet, welches sich in den Folgejahren stetig vergrößert hat. Für die Bewohner und Besucher der Stadt war es von Beginn an eine besondere Attraktion und bleibt als solche auch zukünftig fester Bestandteil des Parks. 

 

Das Tiergehege kann nun saniert und an die Anforderungen einer zeitgemäßen Tierhaltung angepasst werden. Das neue Konzept eines offenen Streichelzoos bietet den Tieren größere Auslaufflächen. Das Gehege wird in den Bereich des heutigen Japangartens verlagert und in den Park gestalterisch integriert. Der Tierbesatz wird auf Arten zum Streicheln und direkten Erleben reduziert. Die Zäune treten in den Hintergrund. Ein neues, zentrales Stallgebäude sowie eine große Vogelvoliere bilden einen attraktiven Eingang am See.

Spielplatz auf der Allmand

Entfaltungsmöglichkeiten auf der Allmand

Die Allmand gehörte in der historischen Entwicklung nicht zum Hofgarten. Östlich an den Park angrenzend stand sie den Bürgern als Tuchbleiche und gärtnerische Anbaufläche zur Verfügung. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Fläche dem Park zugeschlagen. Als offene Wiesenfläche wird sie seitdem für Feste und Veranstaltungen genutzt. Durch die Gartenschau wird die Bedeutung als Park-, Spiel und Liegewiese gestärkt. Die Planung hat hier insbesondere die Ansprüche der Kinder im Blick.

 

Vor der Baumkulisse entlang des rekonstruierten Bachlaufs entsteht ein neuer, animierender Spielplatz, der zum Ausprobieren und Toben einlädt. Zwischen den überdimensionalen Grashalmen finden sich Angebote für Kinder aller Altersklassen.

 

Die Tanzlinde bleibt erhalten, rückt aber aus dem Zentrum heraus in Richtung Süden. Von hier aus führt eine neue Ohrnbrücke zum Tiergehege. Die Teilflächen des Hofgartens wachsen dadurch enger zusammen.